Von Luther bis Kehlmann

Im akademischen Bereich versteht man unter Neuer Deutscher Literatur, die Literatur, die seit Luthers Bibelübersetzung im Jahr 1534, im deutschsprachigen Raum entstanden ist. Die Luther-Bibel setzte Maßstäbe und verbreitete die deutsche Hochsprache in alle gesellschaftlichen Bereiche. Die Epochen vor Luther werden dem Althochdeutschen und dem Mittelhochdeutschen zugerechnet. Das Deutsche war dialektal stark zergliedert und erst mit der Luther-Bibel setzte sich eine einheitliche Schriftsprache durch, die sowohl im Norden Deutschlands als auch im südlichen Sprachraum verstanden und gebraucht wurde. Neue Deutsche Literatur wird an vielen Universitäten als Studienfach angeboten und im Unterschied zur klassischen Germanistik liegt der Schwerpunkt hierbei eben auf der nach Luther entstandenen Literatur. Vom 16. Jahrhundert an gewann die Literatur in deutscher Sprache zunehmend an Bedeutung, befördert auch durch das folgende Zeitalter der Aufklärung. Wenn man allerdings in einem nicht-akademischen Rahmen von der Neuen Deutschen Literatur spricht, bezieht man sich meist auf die Werke der jüngeren Autoren, die in den letzten Jahren Romane und Erzählungen veröffentlicht haben. Viele von ihnen konnten große Erfolge feiern, so gehören beispielsweise die Romane des Autors Daniel Kehlmann mit zu den am meisten verkauften Romanen der letzten Jahre. Aber auch viele andere Autoren konnten nicht nur die Kritiker, sondern auch das Publikum überzeugen.

Tags: Neue Deutsche Literatur; Literatur

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